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Ein Nürnberger vertritt Deutschland bei der Weltmeisterschaft der Berufe als Fachkraft für Abwassertechnik. Dafür trainierte er unter anderem beim Pumpenhersteller SEEPEX.

Die „WorldSkills“ finden im August 2019 in Kazan in Russland statt. Bei der Weltmeisterschaft der Berufe treten alle zwei Jahre Auszubildende, Studenten und junge Fachkräfte an, um ihre Fähigkeiten mit Wettbewerbern aus der ganzen Welt zu messen. Die deutsche Nationalmannschaft kämpft in 41 Disziplinen gegen rund 70 Länder um Medaillen. Insgesamt werden bei den „WorldSkills“ 1.300 Teilnehmer erwartet. Mehr als 50 Berufe sind vertreten, darunter Bäcker, Landschaftspfleger, Floristen oder eben Fachkräfte für Abwassertechnik.

Und da kommt SEEPEX, der Bottroper Spezialist im Bereich der Pumpentechnologie, ins Spiel. Denn hier trainierte Lukas Kohl – eben jene Fachkraft für Abwassertechnik – für die Weltmeisterschaft. Im Sommer vertritt der 22-Jährige Deutschland in der Disziplin „Water Technology“ bei der WM. Im Mai 2018 hatte er sich dafür beim Vorentscheid „Water Skills Germany“ auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien IFAT in München qualifiziert und in einem Auswahlverfahren durchgesetzt. Vom 25. – 27. Februar trainierte Kohl nun in Bottrop.

Etwa zwei Wochen pro Monat widmet Lukas Kohl dem Training für die World Skills. Sein Arbeitgeber – die Stadt Nürnberg – stellt ihn für diese Zeit frei. Ein großer Vertrauensvorschuss für den 22-Jährigen, der zunächst seine Ausbildung als Fachkraft für Abwassertechnik absolvierte und nun seit zwei Jahren in diesem Beruf arbeitet. Dieses Vertrauen möchte Kohl natürlich – wenn möglich – mit dem Weltmeistertitel zurückzahlen und übt minutiös, was ihn auch bei den „WorldSkills“ erwarten wird. Mit einer VR-Brille absolviert er etwa einen Kontrollrundgang über eine virtuelle Kläranlage, führt Laborarbeiten aus oder aber repariert eine defekte Pumpe. „Es kommt darauf an, präzise und genau zu arbeiten – in einer vorgegebenen Zeit.“

In seinen drei Tagen bei SEEPEX baute Kohl verschiedene Pumpenarten immer und immer wieder auseinander und zusammen. Unter anderem schaute ihm dabei Pumpentechniker Hartmut Budde auf die Finger und attestierte ihm „einen sauberen Job“ gemacht zu haben.

Dass Lukas nun zu den „WorldSkills“ nach Kazan fahren darf, freut ihn sehr. „Es macht mir Spaß, neue Herausforderungen anzugehen und Grenzen zu überwinden.“ Er gehe die Aufgabe aber „relativ gelassen“ an. Einzig „das Englische“ mache ihm große Sorgen, aber er lerne gerade fleißig das Fachvokabular.

Beim Wettkampf in Russland werden ihm hunderte Menschen über die Schulter schauen. Neben seiner Familie wird auch sein Mentor Hilmar Tetsch vor Ort sein und ihn während der acht Tage vor Ort zu Höchstleistungen anspornen.

Die Disziplin „Water Technology“ ist bei der WM 2019 zum ersten Mal dabei. „Ich erhoffe mir, dass ich mich direkt zum Start in die Gewinnerlisten schreiben darf“, so Kohl. SEEPEX wünscht ihm bei den Herausforderungen jedenfalls alles Gute und viel Erfolg.

Lukas Kohl fährt zur WM der Berufe