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Die gute alte Rohrpost könnte Pate für eine zukunftsweisende Technologie gestanden haben. Mit der zum Patent angemeldeten „Smart Air Injection“ (SAI) bringt SEEPEX eine maßgeschneiderte Systemlösung auf den Markt, die die Vorteile zweier Fördertechnologien kombiniert, um besonders energieeffizient hochentwässerte Schlämme über große Entfernungen zu transportieren. Bis zu 1000 Meter lang können daher die Leitungen sein, in denen zu Pfropfen verdichtete Klärschlämme per Druckluftzufuhr unablässig ans Ziel gefördert werden. Für Entsorger kann sich die bereits in mehreren Anlagen europaweit erprobte Alternative zu herkömmlichen Verfahren schnell rechnen.

Eine lange Leitung haben - im Bereich der Technik durchaus kein Nachteil. Und aktuell sogar wichtiger denn je bei der Entsorgung von entwässerten Klärschlämmen. Nach der 2017 neu in Kraft getretenen Klärschlammverordnung (AbfKlärV) wird es immer öfter erforderlich, Klärschlamme über längere Entfernungen, z.B. zur Phosphatrückgewinnungsanlage, zu transportieren. „SAI passt sich nicht nur mit Streckenlängen von bis zu einem Kilometer an die neuen Erfordernisse an, es ist zudem besonders wirtschaftlich, denn die Gesamtinvestitionskosten wie auch der Folgeaufwand sind vergleichsweise gering“, sagt Stephan Mottyll, Entwicklungsingenieur und Projektleiter bei SEEPEX.

Erste Referenzgeber hat SEEPEX bereits auf dem ausländischen Markt, im Herbst 2018 wird SAI ins Netz eines der größten europäischen Wasserunternehmen integriert. Jetzt soll die Neuentwicklung verstärkt deutschen Abwasserentsorgern als energieeffiziente und leistungsstarke Alternative zu gängigen Systemen zur Verfügung stehen*. „Als maßgeschneiderte Förderlösung, die ingenieurmäßig auf die Gegebenheiten an der Anlage ausgelegt ist und energietechnisch optimal darauf vor Ort parametriert wird“, sagt Stephan Mottyll.

*Derzeit noch nicht verfügbar in Nord- und Südamerika